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Achtsamkeit und Prävention


Tipps des Kinderschutzbeauftragte der DPFA: Von Struktur und Regeln bis zu Freiraum und Achtsamkeit. Foto: Shutterstock
Tipps des Kinderschutzbeauftragte der DPFA: Von Struktur und Regeln bis zu Freiraum und Achtsamkeit. Foto: Shutterstock

Am 30. April wird der "Tag der gewaltfreien Erziehung" begangen. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle der Kinderschutzbeauftragte der DPFA Akademiegruppe, Marco Witt, zu Wort kommen.

In Zeiten der Ausgangsbeschränkung und des Kontaktverbots wird das Zusammenleben als Familie auf die Probe gestellt. Die Lernzeit der Kinder und womöglich auch die Arbeitszeit der Eltern finden nun im eigenen Wohnraum statt und sollen trotzdem möglichst „normal“ ablaufen.

Hierbei ist bereits für Erwachsene eine klare Trennung dieser Bereiche schwierig. Hinzu kommen der beschränkte Raum und der Fakt, dass die komplette Zeit gemeinsam verbracht wird. Ein paar Tipps können helfen, um diese stressige Zeit bestmöglich zu meistern:

Strukturieren Sie den Alltag

Erstellen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern einen zeitlichen Ablauf für den Alltag daheim. Die Erstellung eines Stundenplans für die Bearbeitung der schulischen Aufgaben und auch Rituale, wie die morgendliche Routine, feste Essens- und Spielzeiten geben Orientierung und setzen gleichzeitig transparente Erwartungen für Kind und Eltern.

Schaffen Sie sich Freiräume

Wenn die Arbeit oder auch die schulischen Aufgaben erledigt sind, soll auch die restliche Zeit irgendwie gefüllt werden. Planen Sie in diese Phasen unbedingt Zeiten ein, in denen jeder für sich selbst einer Beschäftigung nachgeht. Je nach familiärer Situation kann dies mit einem Wechsel der Spielzeiten zwischen den Elternteilen oder mit klaren Zeiten, in denen mit Hilfe räumlicher Trennung, ein gesunder Abstand innerhalb des Alltags stattfindet, einhergehen.

Formulieren Sie ihre Bedürfnisse

Die Kommunikation hat in jedem Lebensbereich eine zentrale Funktion. In diesen Zeiten ist es jedoch umso wichtiger, dass Sie ihre Bedürfnisse klar formulieren können. Ein klares „Ich brauche gerade einen Moment für mich.“ gibt dem Gegenüber die Möglichkeit, sich auf Ihre Befindlichkeit einzustellen und entsprechend zu reagieren. Dies kann sich positiv auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirken und das Vertrauen innerhalb der Familie stärken.

Behalten Sie soziale Kontakte durch neue Wege aufrecht

Ebenso wie Sie als Erwachsener soziale Kontakte brauchen, herrscht dieses Bedürfnis auch bei Ihrem Kind vor. Suchen Sie gemeinsam Wege, wie Ihr Kind den Kontakt zu den Freunden halten kann. Diese Phasen können bei einem kontrollierten Rahmen gleichzeitig eine Freizeit für Sie als Elternteil bedeuten. Seien sie ruhig kreativ und offen für die Ideen Ihres Kindes.

Wenn es doch zu unlösbaren Konflikten kommt

Natürlich sind diese Tipps kein Patentrezept, um diese besondere Zeit ohne Konflikte zu durchleben. Wenn es vielleicht bereits im Voraus Konflikte gab und diese nun an die Oberfläche dringen, können sich die Fronten schnell verhärten. Zögern Sie zu diesem Zeitpunkt nicht und suchen Sie sich Unterstützung.
Da der Besuch in Beratungsstellen auf Grund der besonderen Situation aber nicht möglich ist, braucht es andere Möglichkeiten.

Im Folgenden sind einige Hilfsangebote aufgelistet, welche Sie oder Ihre Kinder nutzen können.


Online-Beratungsstellen

Marco Witt, Kinderschutzbeauftragter der DPFA-Schulen